Wo Europa gelebt wird

Gewerbeverein Altdöbern überrascht Gartendenkmalpfleger am „geschenkten Tag“

 

Zum dritten Mal in Folge hat die Gilde der Altdöberner Unternehmer, Händler und Gewerbetreibenden mit einer Aktion auf sich aufmerksam gemacht, die selbst überregional ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. „Am 29. Februar, statteten wie der Jugendbauhütte einen Besuch ab, um uns für das Wirken im Altdöberner Schlosspark zu bedanken“, begründet Jens Lehmann. Klar, dass der Vereinsvorsitzende und seine begleitende Delegation am „geschenkten Tag“ mit einem Geschenk vorbeischauten. In diesem Jahr war es ein „guter Schein“ für „gutes Engagement“. Matthias Enge hebt hervor, dass sich die Jugendlichen, die in dieser Staffel aus Italien, Frankreich, Spanien, Armenien und Deutschland kommen, auch sonst im Alltag der Gemeinde einbringen. Stellvertretend nennt der Polsterer den Stand mit internationalen Speisen zum Weihnachtsmarkt, die jährliche Maibaumwache, das Mitwirken zu den Parksommerträumen oder bei Aktivitäten der Heineken-Gesellschaft. So etwa die Obstbaum-Kampagne, die am 1. April mit der Pflanzaktion im Gutshof ihre Fortsetzung findet. Dass die neun Jugendlichen diese gestärkt antreten können, hängt unmittelbar mit dem mitgebrachten Gutschein zusammen, der es den Parksanierern gestattet, Einkäufe im Wert von 160 Euro zu tätigen. „Bei der Warenauswahl dürfen die Jugendlichen frei entscheiden“, beteuert Hans-Dieter Helbig, vom gleichnamigen Edeka-Markt. „Das ist eine Überraschung, mit der wir nicht gerechnet haben“, fasste Deborah Seick den unerwarteten Besuch zusammen. Wie die Gartendenkmalpflegerin aus Schleswig-Holstein mitteilte, bestehe nun die Möglichkeit, an drei Abenden gemeinsam zu kochen und zu speisen. „Sonst praktizieren wir das mindestens einmal pro Woche“, erklärte sie. Mit einer selbst genähten Europa-Flagge, die dauerhaft an der Fassade der Gemeinschaftsunterkunft in der Altdöberner Schulstraße weht, demonstrieren die Parksanierer ihre Verbundenheit mit Europa.

 

Zum Thema:

Die Jugendbauhütten sind ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD). In Altdöbern befindet sich eine von 15 Jugendbauhütten bundesweit, in der Jugendliche im Alter von bis zu 26 Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege absolvieren. Seit Beginn der ersten Staffel (2009) haben dort bisher über 110 Parksanierer eine temporäre Heimat gefunden. Jugendliche aus 13 Nationen gaben sich bisher ein Stelldichein, darunter auch aus Israel und Australien.

 

Uwe Hegewald

 

Foto: Der geschenkte Tag 1

Amt Altdöbern