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Preis für Kulturelle Bildung an die Heineken-Gesellschaft

12.09.2023

Die Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten haben anlässlich ihres 40jährigen Jubiläums einen Preis für Kulturelle Bildung in Schlössern und Gärten ausgelobt. Am 10. September fand die Preisverleihung im Orangerieschloss in Potsdam Sanssouci statt. Die in Altdöbern ansässige Carl Heinrich von Heineken Gesellschaft e.V. hat mit ihrem Projekt "Historischer Obstgarten in Altdöbern" dabei den 2. Platz belegt! Hervorgehoben wurde in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit der Internationalen Jugendbauhütte Gartendenkmalpflege in Altdöbern unter der Leitung von Stefan Hohmann sowie die Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort. Das Preisgeld von 1500 € investiert die Gesellschaft weiter in das gemeinsame Vorhaben.

 

Die Carl-Heinrich-von-Heineken Gesellschaft e.V. gründete sich 2016 als wissenschaftliche Vereinigung. Ziel ist die Auseinandersetzung mit Leben und Werk Carl Heinrich von Heinekens (1707-1791). Als hoher Repräsentant am Dresdner Hof war er als Leiter der königlichen Kunstsammlungen von 1746 bis 1763 zuständig für die Kunstankäufe des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August III. und dessen Premierministers Heinrich Graf von Brühl. Ab 1746 erwarb von Heineken das Landgut Altdöbern, welches zu dieser Zeit zu Kursachsen gehörte. Unter seiner Leitung wurde Altdöbern zu einem Mustergut. Er ließ die Schloss- und Gartenanlage erweitern, betrieb intensiv Landwirtschaft, mit Obstbau, Vieh- und Fischzucht, Imkerei und Jagd, und förderte das Manufakturwesen und den Handel.

 

Mit derselben Akribie, mit der Heineken die Kunstankäufe tätigte, widmete er sich der Pomologie. Er erwarb verschiedenste Obstsorten aus allen Ländern, legte in Altdöbern einen Obstgarten an und bot in einer angeschlossenen Baumschule Reiser und verschiedene Wuchsformen zum Verkauf an. In den Jahren 1773 und 1774 erschien in zwei Teilen seine „Nachricht und Beschreibung von verschiedenen Obst-Sorten, welche nunmehro in der Niederlausitz erbauet werden“. Heineken war damit einer der ersten im deutschsprachigen Raum, der sich intensive mit der Pomologie beschäftigte.

 

Worum geht es nun im Obstbaum-Projekt? Seit 2016 arbeitet die Heineken-Gesellschaft an der Rekonstruktion des historischen Obstgartens. Dazu wurden Fördermittel des Landes Brandenburg beantragt. Nach Auswertung der Obstsortenwerke des 18. Jahrhunderts wurden Edelreiser in ganz Europa beschafft und in einer spezialisierten Baumschule in der Lausitz veredelt.

 

Foto: Matthias EngePflanzung der Jungbäume durch die Jugendlichen der Internationalen Jugendbauhütte Gartendenkmalpflege

 

Bisher konnten etwa 400 Bäume in Altdöbern angepflanzt werden. Zudem konnte zur Unterstützung der Internationalen Jugendbauhütte Gartendenkmalpflege (IJGD) Pflanz- und Pflegematerial und eine Bewässerungsanlage angeschafft werden. Die Jugendlichen führten auch die Pflanzung der Jungbäume durch und sind weiter mit der Pflege der Bäume betraut. So erweitert sich das Spektrum der Ausbildung im Gartendenkmal um einige Aspekte der Obstbaumpflege.

 

Quelle:

Carl Heinrich von Heineken Gesellschaft e.V., Waldstraße 18, 03229 Altdöbern

www.carl-heinrich-von-heineken.de

 

Bild zur Meldung: Martin und Stefanie Schuster, Dr. Thomas Ketelsen von der Carl Heinrich von Heineken Gesellschaft mit der Preisurkunde

Amt Altdöbern